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Das Theater Überzwerg arbeitet eng mit Schulen zusammen und hat das Reformklassenprojekt entwickelt.
Die Journalistin und Dramaturgin Anne Richter berichtet in dem Handbuch zur kulturellen Bildung "Theater und Schule" über das Projekt.
Hier ein Auszug aus ihrem Beitrag über Schulen mit Theaterprofil:
Eine theaterpädagogische Maßnahme in den Reformklassen

Im Saarland gibt es seit zehn Jahren keine Hauptschule mehr. Kinder mit Haupt- und Realschulempfehlung werden in Erweiterten Realschulen oder in Gesamtschulen gemeinsam unterrichtet. Mit Beginn des Schuljahres 2007/08 hat das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur als Modellversuch an sechs Schulen Reformklassen eingerichtet. In den Reformklassen werden die Kinder zusammen genommen, die den Hauptschulabschluss anstreben. Diese Klassen werden von einem pädagogischen Team bestehend aus zwei Lehrern, einem Sozialcoach und einem Bildungsbegleiter betreut. Zusätzlich kommt für drei Unterrichtsstunden ein Fachmann vom Theater (Regisseur, Schauspieler, Theaterpädagoge) in die Klasse und arbeitet mit den Schülern. Die beiden Klassenlehrer sollen an diesem Unterricht teilnehmen und mitarbeiten. Unter dem Motto "Du schaffst das!" soll mit dem zunächst auf drei Jahren angelegten Modellversuch das eigenständige und selbstverantwortliche Handeln gestärkt werden, die 'Ausbildungsreife' soll verbessert und der 'Schulabsentismus' und die 'Abbrecherquote' deutlich gesenkt werden.
Dr. Ulrike Hochscheid vom zuständigen Ministerium ist Initiatorin und Verantwortliche des Reformklassenmodells. Frühzeitig ist sie für die Umsetzung des Theaterbereichs ihrer Reformklassen an die Fachleute im Saarland herangetreten: das Theater Überzwerg, das seit 30 Jahren Kinder- und Jugendtheater des Saarlandes ist, dessen künstlerischem Leiter Bob Ziegenbalg wurde die konzeptionelle und durchführende Leitung der theaterpädagogischen Maßnahme "zur vertieften Berufsorientierung" übertragen.
Mehr dazu hier: reformklassen.pdf