"Nordost" von Thorsten Buchsteiner

Wuwei Theater, Frankfurt – Koproduktion mit rekorT Münster und Ruhrfestspiele Recklinghausen

Fiktives Dokustück – Ein Beitrag über die Ursachen des Terrorismus und die Suche nach Lösungen.
Auch 2010 im flux-Programm

Für Schüler der Sek.I und Sek.II: 10.-13. Klasse [ab 16 Jahre].
Dauer: N.N. Zuschauerbegrenzung: 350

Zum Stück

Das Theaterstück Nordost basiert auf einer wahren Begebenheit: 2002 stürmten 42 Tschetschenen das Theater Dubrowa. Thorsten Buchsteiners Dokudrama hat das Stück aus der Perspektive dreier Frauen geschrieben, die in diesen Vorfall hätten involviert sein können; Zura eine tschetschenische Witwe, Tamara, eine lettische Witwe, die mit einem Russen verheiratet war und nun als Ärztin in Moskau lebtund Olga, die mit ihrer Tochter an dem schicksalhaften Abend ins Theater geht, weil diese Tänzerin werden will. Das Stück erfindet Dialoge, wie sie hätten stattfinden können und zeichnet die Vorbereitungen zu jenem Terrorakt sowie den Angriff auf das Theater nach. Das Theater will mit der Inszenierung zur Verständigung beitragen und ein Beitrag zu einer politischen Kultur leisten.

Regie: Sabine Löw Dramatrugie: Heike Kontenkamp
Bühne/Raum: Ina Wöhlert Sound: Falk Hübner
Spiel: Angelika Sieburg, Beater Reker, Anja Bilabel
Premiere: September 2009

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Zum Theater

Angelika Sieburg und Andreas Wellano (Wuwei) waren Mitbegründer einer der ersten freien Theatergruppen, der Schlicksupp Theatertrupp, später spielten sie am Frankfurter TAT. Seit 1996 spielen sie auch für Kinder und erarbeiten alle zwei Jahre ein neues Kinderstück. Seit 2004 Weiterentwicklung des Epischen Theateransatzes hin zum Postdramatischen

Künstlerische Begleitung

Das Inszenierungskonzept von "Nordost" basiert auf der Annahme, das das Sprechen über Gewalt und Kriegserfahrung ein schmerzhafter Akt ist. Das pädagogische Begleitprojekt will das Sprechen unter verschiedenen Umständen zum Thema machen. Das Sprechen und die Möglichkeiten der Verständigung sollen problematisiert werden: Wann/warum/wie spricht jemand (nicht)? Was hindert, was fördert das Sprechen über traumatische Erfahrungen und was sind traumatische Erfahrungen?

Dauer: Kleine Variante: 2 Schulstunden; Große Variante: 2-4 Schulstunden
Duchführung: Kulturpädagogin,  drei Schauspielerinnen, Regisseurin/Filmerin, Musiker (insgesamt 6 Personen)
Teilnehmerbegrenzung der theaterpädagogischen Begleitung: 300





 



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